Praxis Dr. Kehrle

Dr. med. Bettina k. Kehrle

Sars-Cov-2 Information

Wie Sie den Medien entnehmen können unterliegen wir nun bezüglich des SARS-CoV-2 (“Coronavirus”) seit über einem Jahr sich ständig ändernden Regelungen, Gesetzen und Bestimmungen. Wir versuchen trotz dieser zusätzlichen und immensen Aufgabe die Regelversorgung unserer Patienten aufrecht zu erhalten. Sie finden allgemein zugängliche und verlässliche Informationen unserer Bundesregierung, des Robert-Koch-Institutes als auch des Paul-Ehrlich Institutes am Ende dieser Seite. Bitte machen Sie rege davon Gebrauch. Dafür klicken Sie bitte auf die jeweilige Zeile.
 
SARS-Cov-2 Impfungen in unserer Praxis:
Wir haben als eine der ersten Praxen in Bayern am 31. März 2021 mit dem Impfen gegen SARS-CoV-2 begonnen. Als Impfbefürworterin war und ist es mir sehr wichtig ein Teil dieser Impfkampagne zu sein, da es aus meiner Sicht der einzige und richtige Weg aus dieser Pandemie ist.
 
Das Impfangebot in den Praxen der Hausärzte ist freiwillig und für uns gesetzlich nicht verpflichtend. Wir haben seither die Impfungen angeboten, weil wir überzeugte Impfbefürworter sind und uns der Verantwortung bewußt sind, welche Rolle Hausärzte dabei spielen.
Es hat sich herausgestellt, dass der zeitliche und bürokratische Aufwand für meine MFAs und mich immens ist. Um die Sprechstundenzeiten für die Regelversorgung nicht kürzen zu müssen und damit folglich die Versorgung in gewohntem Maße aufrecht erhalten werden kann haben wir uns dazu entschieden, die Impfungen zusätzlich zu den Sprechstunden anzubieten. Das bedeutet für uns zusätzliche Arbeitsstunden, welche wir in unserer Freizeit ableisten. Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass unzählige Patienten anrufen um sich Informationen über die Impfungen einzuholen. Die meisten dieser Fragen können jeoch durch das Lesen der öffentlich zugänglichen Stellen (wie unten aufgeführt) eingeholt werden. Leider haben sich auch kaum Patienten bei uns abgemeldet, die schon im Impfzentrum geimpft wurden. Dies führte zu weiteren unnötigen Telefonaten und Arbeitsaufwand, als wir versuchten diesen Patienten einen Impftermin zu geben und dann bei diesen Telefonaten gesagt bekamen sie seien schon geimpft. Das führte dazu, dass der normale Regelbetrieb massiv durch blockierte Telefonleitungen behindert wurde und Notfälle nicht zeitgerecht versorgt werden konnten. Sich ständig ändernde Aussagen unserer Politiker bezüglich der Impfungen und Priorisierungen haben zusätzlich für Verwirrungen und Durcheinander gesorgt. Das Wort Impfneid wurde kreiiert und wird nun gelebt.
Hinzu kommt die schlechte Vergütung der Impfungen in den Praxen. Aus wirtschaftlicher Sicht zahlen die meisten Praxen drauf, wenn man eng kalkuliert steht die “schwarze Null” am Ende des Tages.  All diese Probleme können für uns tolerabel sein, da es sich sehr wahrscheinlich um einen begrenzten Zeitrahmen handelt bis die meisten Menschen durchgeimpft sind.
 
Trotzdem habe ich mich nach langem Abwägen dazu entschieden vom Impfangebot gegen SARS-CoV-2  vorerst zurückzutreten.
Da sind die Impfdrängler, welche plötzlich chronisches Asthma haben aber seit Jahren nicht in der Praxis zur Behandlung erschienen sind oder die Enkelkinder die die Großmutter pflegen, damit sie schneller einen Impftermin bekommen. Ich sei Hausärztin von Patienten, die ich nie zuvor gesehen habe. Zusätzlich sind mehr und mehr Menschen aggressiv und ungehalten wenn wir ihnen sagen müssen, dass sie noch nicht an der Reihe sind oder weil es nicht genügend Impfstoff gibt. Beide Dinge sind uns von der Politik vorgegeben.
Meine Angestellten und ich werden zunehmend täglich und mehrfach mit allerlei Schimpfwörtern betitelt, belogen, angegriffen und massiv unter Druck gesetzt. Der respektvolle Umgang miteinander ging verloren und zeigt die wahren Gesichter unserer Mitmenschen. Die Basis unseres ärztlichen Handelns, welche auf Ehrlichkeit, gegenseitigem Respekt und Toleranz basiert wurde uns genommen.
Sollte sich der respektvolle Umgang miteinander wieder herstellen lassen werde ich auch wieder Impfungen gegen SARS-CoV-2 in meiner Praxis anbieten.
 
Die vereinbarten Termine zur Zweitimpfung finden wie vereinbart statt.
Bitte bringen Sie zu Ihrem zweiten Impftermin folgende Unterlagen mit:
Den Impfausweis und ihre Gesundheitskarte.
Falls Sie aufgrund akuter Erkrankungen oder anderen wichtigeren Dingen Ihren Impftermin bei uns nicht wahrnehmen können bitten wir Sie dringend uns sobald als möglich zu informieren, damit diese für Sie reservierte Impfdosis an einen anderen Patienten weitergegeben werden kann und nicht im Müll landen muss.
 
Lassen Sie sich unbedingt auf die Liste der Impfzentren setzen.
 
Impfatteste
Wir erstellen auf Nachfrage Impfatteste für unsere Patienten zur Vorlage in den Impfzentren aus. Auch hier müssen wir uns an die gesetzlichen Vorgaben halten.
Patienten, die über 60 Jahre alt sind brauchen KEIN Attest. Sie gehören zur Priorisierungsgruppe 3.  Patienten unter 60 Jahren mit folgenden Erkrankungen erhalten derzeit ein Attest für die Priorisierungsgruppe 2:
Diabetes mellitus mit HbA1c > 7,5%, Adipositas mit BMI > 40, Krebs < 5 Jahre, Trisomie 21, Demenz, SCHWERE psychische Erkrankung, Organtransplantation, interstitielle Lungenerkrankung, schwere COPD, Mukoviszidose, Leberzirrhose, chronische Nierenerkrankung.
 
Patienten über 60 Jahre gehören zur Priorisierungsgruppe 3 sowie folgende Erkrankungen:
Diabetes mellitus < 7,5%, Adipositas BMI >30, Krebs > 5 Jahre, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Asthma bronchiale, Rheuma, Autoimmunerkrankungen, HIV Infektion, Immundefizite, chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
 
Ab 20. Mai sollen in Bayern die Priorisierungsgruppen aufgehoben werden.
 
PoC-Antigen-Schnelltest im Rahmen der Testverordnung:
Dieser Test kann einmal pro Person pro Woche für Sie kostenlos durchgeführt werden. Bitte machen Sie hierfür einen Termin aus. Es stehen bestimmte Zeitfenster in unserem Terminkalender dafür bereit um die Regelversorgung aufrecht zu erhalten. Dieses Angebot ist freiwillig und für uns nicht gesetzlich verpflichtend. Wir bieten diese Schnelltests zusätzlich zu den regulären Sprechzeiten an. Sollte die Regelversorgung durch den Zeitaufwand der Schnelltest gefährdet sein behalten wir uns das Recht vor, dieses Angebot wieder zurückzunehmen.
 
Stand: 17. Mai 2021